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Aretaon asperrimus (Redtenbacher, 1906)
Kleine Dornschrecke

 

Aretaon asperrimus ist in Borneo verbreitet. Die Weibchen werden mit einer Gesamtlänge von bis zu 9 cm sehr viel größer als die etwa 5 cm langen Männchen. Beide Geschlechter sind äußerlich stark bedornt und haben keine Flügel.

 

Für eine Gruppe dieser Art reicht ein Becken mit den Maßen 30 x 30 x 40 cm. Die Temperatur im Terrarium sollte zwischen 20 und 26°C liegen. Je nach Raumtemperatur und Standort des Terrariums ist keine extra Licht- oder Wärmequelle notwendig. Aretaon asperrimus hat einen tropischen natürlichen Lebensraum und benötigt eine stets hohe Luftfeuchtigkeit von 80 – 90%. Das Terrarium sollte daher täglich am besten Abends mit lauwarmem Wasser übersprüht werden. Als Bodengrund verwendet man am besten unbehandelte Terrarienerde, da diese die Feuchtigkeit sehr gut speichert. Zudem können die Weibchen in diesem Substrat sehr gut ihre Eier versenken.

 

Diese Gespenstschrecken sind wie alle Phasmiden Pflanzenfresser. Den Tieren sollte stets frisches Blattgrün zur Verfügung gestellt werden. Am besten eignen sich hierfür Brombeer-, Rosen- oder Eichenblätter, welche selbst im Winter gut in der Natur zu finden sind. Frisch gesammelte Zweige stets gut unter kaltem Wasser abduschen, um zu vermeiden, dass eventuell kleine Spinnentiere oder Raupen ins Terrarium gelangen. Besonders im Winter können Blattläuse zum Problem werden, da deren Ausscheidungen Schimmelbildung begünstigen.

 

Damit die Futterzweige länger frisch bleiben, stellt man sie am besten samt Vase ins Terrarium. Sofern sich sehr kleine Tiere im Becken befinden muss die Vase oben abgedichtet werden, damit der Nachwuchs nicht ertrinkt. Beim Wechseln der Futterzweige unbedingt darauf achten, dass die gut getarnten Tiere oder eventuell bereits geschlüpfte Larven nicht versehentlich mit entsorgt werden.

 

Generell ist es möglich, viele verschiedene Stab- und Gespenstschrecken mit gleichen klimatischen Ansprüchen zusammen in einem Becken zu halten. Man sollte allerdings darauf achten, dass der Größenunterschied der einzelnen Arten nicht zu gravierend ist, da kleine Tiere sonst schnell verletzt werden. Separat halten sollte man außerdem einige aggressive und Abwehrsekret versprühende Arten. Um ein gegenseitiges anfressen zu verhindern, darf der Besatz des Beckens nicht zu dicht sein. Wandelnde Blätter sollte man ebenfalls besser separat setzen, da sie aufgrund ihrer Optik schnell für Futter gehalten werden.

 

Die Weibchen von Aretaon asperrimus haben einen langen, schnabelförmigen Hinterleib. Mit diesem Legeapparat werden die Eier einzeln im Boden versenkt. Die Jungtiere schlüpfen je nach Temperatur nach 4 bis 6 Monaten und benötigen bis zur letzten Häutung weitere 6 Monate.

 

Zusammenfassung


Schutzstatus:

keiner

Verbreitungsgebiet:

Borneo

 

 

Temperatur:

Zimmertemperatur (20 – 26°C)

Beleuchtung:

Tageslicht, in der Regel keine zusätzliche Wärmequelle nötig

Luftfeuchtigkeit:

80 – 90%, täglich mit warmem Wasser ausgiebig sprühen

 

 

Maximale Größe:

Weibchen ca. 9 cm, Männchen 5 – 6 cm

Terrariumempfehlung:

Gruppenhaltung: 30 x 30 x 40 cm

 

 

Futter:

Blätter von Rose, Brombeere etc.

 

 

                                      

 

 

Weitere Literaturempfehlungen (z. B. allgemeine Terraristikbücher, Literatur für Anfänger, Bücher zum Terrrarienbau, der Einrichtung und Bepflanzung von Terrarien, Reptilienkrankheiten oder der Nachzucht einzelner Arten) findest Du in unserem Literaturverzeichnis

 

 

 

 

 

(c) 2008, www.reptilienland.com




Aretaon asperrimus