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2008 - Das Jahr des Frosches



In naher Zukunft droht fast jede dritte von weltweit mehr als 6.000 Amphibienarten auszusterben! Dazu zählen neben Fröschen und Kröten auch Unken, Molche, Salamander und Blindwühlen.

 

Wissenschaftler sprechen davon, dass uns der größte Verlust an Artenvielfalt aller Zeiten bevorstehen könnte. Mehr als 650 Amphibienarten gelten bereits als ausgestorben oder sind so massiv gefährdet, dass ihr Überleben am seidenen Faden hängt. In der Dominikanischen Republik, auf Kuba und Jamaika sind über 80 Prozent der Amphibienarten gefährdet. In Haiti sind es sogar 92 Prozent. Man spricht mittlerweile von einer globalen Amphibienkrise.

 

Auch bei uns in Deutschland sind Kröten, Frösche, Unken und Salamander zunehmend seltener geworden - obwohl alle 21 heimischen Amphibienarten seit 1980 unter Naturschutz stehen. Insbesondere Gelbbauchunken, Knoblauchkröten, Wechselkröten, Laubfrösche, Rotbauchunken und Moorfrösche sind bei uns besonders gefährdet.

 

Schuld ist vor allem der Verlust an natürlichen Lebensräumen. Feuchtgebiete werden zerstört, Wälder abgeholzt, immer mehr Straßen gebaut und Gewässer begradigt. Aber auch zunehmende Umweltgifte – auf die Amphibien besonders empfindlich reagieren, die Gourmetküche und der Klimawandel tragen weltweit massiv zur Gefährdung der Tiere bei. Hinzu kommt die akute Bedrohung durch einen Hautpilz. Der Chytridpilz endet für erkrankte Tiere meist tödlich und löscht innerhalb von kürzester Zeit ganze Populationen aus. Er kam ursprünglich nur in Südafrika vor, wurde vom Menschen im letzten Jahrzehnt aber weltweit verbreitet.

 

Leider haben Amphibien eine weitaus geringere Lobby als beispielsweise Elefanten oder Gorillas. Wen interessieren schon glitschige, ekelige Kröten? Dabei sind sie für uns Menschen sehr wichtig. Sie sorgen z. B. dafür, dass sich gefährliche Seuchen nicht unkontrolliert ausbreiten können. Aus ihren Hautsekreten werden hochwirksame medizinische Substanzen – z. B. zur Krebsbekämpfung gewonnen und ihr großer Hunger nach Insekten sorgt weltweit für bessere Ernten.

 

Um das Verschwinden der Amphibien aufzuhalten, haben sich wissenschaftliche Einrichtungen, Zoos, Naturschutzverbände und viele engagierte Einzelpersonen weltweit zusammengeschlossen und das Jahr 2008 zum „Jahr des Frosches“ erklärt. Auf der ganzen Welt finden derzeit Aktionen, Projekte und Schutzmaßnahmen statt, um die Amphibien zu retten. In Deutschland koordiniert diese Initiative die Stiftung Artenschutz.

 

Weitere Infos zum Jahr des Frosches findet Ihr hier: www.stiftung-artenschutz.de

 

Spendenkonto und Infomaterial



Stiftung Artenschutz

Sparda-Bank Münster

BLZ: 400 605 60

Spendenkonto: 10 10 400 30

Stichwort "Amphibien"

 

Poster.pdf

Download Infoposter

Flyer.pdf

Downlaod Infoflyer

Petition.pdf

Download Petition


            



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