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Cordylus tropidosternum (COPE, 1869)
Zwerggürtelschweif

(engl.: Tropical Girdled Lizard)

 

 

Haltung / Anspruch


- Anfänger

- Erfahrene Halter

 

Cordylus tropidosternum ist eine kleine Echsenart, die sehr robust, einfach zu pflegen und somit sehr gut für den Einstieg in die Terraristik geeignet ist. Die Tiere sind tagaktiv, neugierig und verlieren im Terrarium meist schnell ihre anfängliche Scheu. Sie können ohne Probleme in Gruppen gehalten werden und zeigen bei artgerechter Haltung viele interessante Verhaltensweisen.

 

Verbreitungsgebiet / Natürlicher Lebensraum


Das Verbreitungsgebiet der Gürtelschweife erstreckt sich von Süd- bis Ostafrika. Cordylus tropidosternum tropidosternum kommt in Kenia, Tansania, Sambia, Kongo, Malawi, Mozambike und im Südosten Simbabwes vor. Die zweite Unterart, Cordylus tropidosternum jonesii, lebt in Teilen Botsuanas, Simbabwes, Mosambiks und Südafrikas sowie in Swasiland. Die Tiere besiedeln sowohl Hochlandsavannen als auch Küstengebiete und man findet Cordylus tropidosternum meistens unter abgestorbenen Baumstämmen oder, in baumkargen Gebieten unter Steinen und Felsen. Die Vegetation variiert je nach Verbreitungsgebiet und reicht von trockenen Dornbuschsavannen über steinige Steppen bis hin zu laubwerfenden Trockenwäldern.

 

Es herrscht ein gemäßigtes, subtropisches Klima. Die Sommer (Dezember bis Februar) sind mit Werten bis 40°C sehr heiß, bei gleichzeitig hoher Luftfeuchtigkeit. Im Winter (Juni bis August) ist die Trockenzeit, mit Temperaturen von 20 bis 25°C und kühlen Nächten.

 



Schutzstatus


Alle Arten der Gattung Cordylus unterliegen dem Artenschutz. Cordylus tropidosternum ist in der Kategorie II des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) und im Anhang B der Europäischen Artenschutzverordnung (EU-Verordnung Nr. 1497/2003) gelistet. Als Halter benötigt man somit einen Herkunftsnachweis und muss die Haltung der Tiere außerdem der Naturschutzbehörde melden. Detaillierte Informationen rund um den Artenschutz sowie die für Euch zuständigen Meldestellen findet Ihr in unserem Bereich Gesetze und Richtlinien

 

Außerdem ist natürlich das Tierschutzgesetzt für jeden Halter bindend. Dieses besagt in Kurzform, dass ein Tier entsprechend seiner Art und seinen Bedürfnissen ernährt, gepflegt und untergebracht werden muss. Dabei darf die Möglichkeit zu artgerechter Bewegung nicht so eingeschränkt werden, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder sonstige Schäden zugefügt werden. Jeder Tierhalter muss außerdem über entsprechende Sachkunde zur Haltung des Tieres verfügen.

 

Gürtelschweife werden zwar häufig im Zoohandel angeboten, dabei handelt es sich aber leider in den meisten Fällen um Wildfänge. Diese der Natur entnommenen Tiere sind oft in einer schlechten gesundheitlichen Verfassung. Sie haben weite Wege und zahlreiche Zwischenhälterungen hinter sich (Zoohändler, Großhändler, Exporteur etc.) und sind voller Parasiten, die bei den durch Fang, Transporte und schlechte Versorgung extrem gestressten Tieren natürlich leichtes Spiel haben. Wildfänge haben extrem negative Erfahrungen mit Menschen gemacht und sind daher sehr scheu. Um die natürlichen Bestände zu schonen und die Gewissheit zu haben, ein von Geburt an gut versorgtes und an Menschen gewöhntes Tier zu erhalten, sollte man sich also immer auf die Suche nach einem guten Züchter machen...

 

Verhaltensweisen


In der Natur leben Cordylus tropidosternum in geselligen Gruppen. Es gibt so gut wie keine innerartliche Agressivität und in gut strukturieren Terrarien können ohne Probleme mehrere Männchen und Weibchen zusammengehalten werden. Selbst Jungtiere wachsen im Familienverbund auf, ohne dass sie Gefahr laufen, von Eltern oder Geschwistern gefressen zu werden.

 

Von Natur aus sind Zwerggürtelschweife zwar sehr scheu und leben zurückgezogen in oder unter totem Holz, ein ruhiger und geduldiger Umgang lässt die Tiere ihre Angst aber meist schnell verlieren. Die Hauptaktivitätszeit von Cordylus tropidosternum ist am Vormittag. Die Tiere sind zwar eher ruhige Zeitgenossen, wenn sie aber einmal rennen, ist das wirklich lustig anzusehen. Sehenswert ist auch das Fressverhalten der Zwerggürtelschweife. Entdecken Sie ein Futtertier, wedeln sie erregt mit dem Schwanz bevor sie es erbeuten. Vor einer anstehenden Häutung nutzen die Tiere ihre Wasserschale gerne auch zum baden.

 

Fühlen sich Zwerggürtelschweife bedroht, flüchten sie in enge Felsspalten und verkeilen sich dort mit ihrem stacheligen Schwanz.

 

Terrarium / Einrichtung


Die meisten Gürtelschweife sind felsbewohnend (petricol), der Zwerggürtelschweif ist hingegen eine baumbewohnende und gerne kletternde Art. Nur in extrem vegetationslosen Gegenden besiedeln die Tiere auch Felsen oder Geröllhalden. Man hält die geselligen Tiere am besten in Gruppen. Für 3 Tiere reicht ein Terrarium mit den Maßen von 100 x 50 x 80 cm aus. Je größer und besser strukturiert das Becken ist, desto mehr natürliche Verhaltensweisen wird man von seinen Tieren sehen.

 

Als Bodensubstrat für Zwerggürtelschweife verwenden die meisten Halter Sand. Dem natürlichen Lebensraum der Tiere kommt allerdings ein Gemisch aus Sand und Lehm näher. Im Fachhandel ist spezieller Terrariensand mit hohem Lehmanteil erhältlich, der bei Kontakt mit Wasser hart wird. So kann man eine schöne Steppenlandschaft mit festem, gewachsenem Boden modellieren, in welchem die Tiere nicht einsinken. Das Substrat sollte zumindest an ein paar Stellen so hoch eingefüllt werden, dass die Tiere bei Bedarf richtig schön graben können. Felsen, Steine, Platten, Wurzeln und Äste sorgen für Klettermöglichkeiten, Sonneninseln und trockene Schattenplätze.

 

Für jedes Tier muss außerdem mindestens ein Versteck (Höhle, wasserspeicherndes Tongefäß, Wetbox, Korkröhren oder befestigte Steinaufbauten) vorhanden sein. Zwerggürtelschweife sind sehr scheu, ein Gefühl der Sicherheit vermitteln sehr enge und natürliche Rückzugsorte, bei denen die Tiere im Inneren die Decke mit dem Rücken berühren können (z. B. Felsspalten…) Das Versteck sollte mit einem feuchtigkeitsspeichernden Substrat wie z. B. Rindenmulch, Moos oder einem Sand-Torf-Gemisch gefüllt und stets leicht feucht gehalten werden. Empfehlenswert ist außerdem, dass das Versteck für den Pfleger gut zugänglich ist (z. B. durch einen abnehmbaren Deckel o. ä.). Das erleichtert Kontroll- und Reinigungsarbeiten enorm und sollte bei Eigenkonstruktionen aus künstlichen Felsen berücksichtigt werden. Die einzelnen Rückzugsmöglichkeiten platziert man am besten in unterschiedlichen Temperaturzonen des Terrariums, so das die Tiere ihren Aufenthaltsort je nach Befindlichkeit frei wählen können.

 

Cordylus tropidosternum ist dank seiner Krallen ein geschickter Kletterer, dessen Aktionsfläche durch Verkleidung der Rück- und Seitenwände des Terrarium mit einem Felsimitat deutlich vergrößert werden kann. Mit etwas Geschick und den richtigen Materialen kann man tolle natürlich aussehende Rückwände mit integrierten Höhlen, Vorsprüngen und Felsspalten modellieren. Für eine ausreichende Stabilität der künstlichen Felsen kann eine zusätzliche Versiegelung mit Epoxydharz sorgen, die gleichzeitig auch eine bessere Reinigung der Felsstrukturen ermöglicht.

 

Die Krallen des Zwerggürtelschweifs sind aber auch ein gutes Grabwerkzeug und ermöglichen es den Tieren, tiefe Höhlen zu graben. Im Terrarium sollten daher alle Einrichtungsgegenstände verklebt sein oder fest auf dem Boden stehen, so dass sie von den Tieren nicht untergraben werden können.

 

Eine Auswahl an Pflanzen, die für ein Gürtelschweifterrarium geeignet sind, findet ihr in unserer Rubrik Terrarienbepflanzung Wer keinen grünen Daumen hat, der kann natürlich auch auf künstliche Pflanzen zurückgreifen. Zwerggürtelschweife haben keinen Sinn für Inneneinrichtung und es ist den Tieren relativ egal, ob sich im Terrarium echtes oder unechtes Grünzeug befindet. Mit schönen, künstlichen Gräsern, Wurzeln, Büschen und sonstigem „Gestrüpp“ lässt sich das recht trockene Habitat der Tiere auch auf diesem Wege gut imitieren und das Becken optisch aufwerten.

 

Zum Trinken und vor Häutungen auch zum Baden benötigen die Zwerggürtelschweife eine Wasserschale, die regelmäßig gesäubert werden muss. Mehrere Thermometer runden die Einrichtung des artgerecht eingerichteten Beckens ab. Am besten platziert man je ein Messinstrument an der kühlsten und an der wärmsten Stelle - also direkt unterhalb des Wärmespots. So hat man Kontrolle über alle nötigen Temperaturzonen. Ein Hygrometer dient zur Überwachung der Luftfeuchtigkeitswerte

 

Beleuchtung / Klima


In der Natur bestimmen Licht und Temperatur maßgeblich das Verhalten der Tiere. Um Cordylus tropidosternum auch im Terrarium gesund und artgerecht zu halten, ist das richtige Licht einer der wichtigsten Faktoren. Die Beleuchtung hat in vielerlei Hinsicht Einfluss auf das Leben, das Verhalten und die Entwicklung der Tiere. In der Terrarienhaltung sind drei Facetten des Sonnenlichtes von Bedeutung: sichtbares Licht, infrarotes Licht und ultraviolettes Licht. Das „richtige“ Licht ist also leider nicht mittels einer einzelnen Lampe herzustellen. Denn vereinfacht gesagt, sollte es ausreichend Wärme, Helligkeit und dass richtige Spektrum bieten.

 

 

Grundbeleuchtung

Helligkeit bzw. Lichtausbeute und Lichtfarbe sind für eine artgerechte Haltung von tagaktiven Tieren besonders wichtig. Die Beleuchtungsstärke der Sonne kann im Terrarium kaum erreicht werden. Die Grundbeleuchtung für das Terrarium bildet daher am besten ein HQI Stahler, der zwar etwas teurer in der Anschaffung, dafür aber sehr energiesparend, langlebig und effizient ist. Das Farbspektrum dieser Strahler ist dem der Sonne sehr ähnlich und sie erzeugen eine gute Lichtausbeute. In kleineren Terrarien können zur Grundbeleuchtung aber auch Leuchtstoffröhren (mit UV) in Kombination mit Reflektoren eingesetzt werden. T5-Röhren erzielen dabei die besten Ergebnisse. Die Beleuchtungsdauer liegt bei 12 Stunden täglich. Die Steuerung erfolgt am besten automatisch über Zeitschaltuhren, denn manuell ist nur schwer ein regelmäßiger Tag-Nacht-Rhythmus zu simulieren.

 

 

UV-Beleuchtung

UV-B Strahlung ist für einen besonders wichtigen Stoffwechselprozess der Zwerggürtelschweife Voraussetzung. Sie bewirkt, dass das für den Knochenaufbau und den Blutkalziumspiegel wichtige Vitamin D3 gebildet werden kann. Futterzusätze als alleinige Vitamin D3 Quelle reichen nicht aus und können allenfalls als sinnvolle Ergänzung gesehen werden. Mangelt es den Tieren an UV B Licht, sind schwerwiegende Stoffwechselerkrankungen (u. a. Rachitis) die Folge. Das fehlende Kalzium wird den Knochen entzogen und die fortschreitende Endmineralisierung des Körpers führt zu Knochenerweichungen. Die Tiere fangen an zu zittern, es kommt zu Knochendeformierungen und -brüchen und letztendlich zum qualvollen Tod des Tieres. Oft kann nur durch eine langwierige Behandlung das Leben des Tieres gerettet werden. Einmal aufgetretene Deformierungen sind jedoch irreparabel und bleiben dauerhaft bestehen.

 

UV-A Licht kann von Reptilien im Gegensatz zum Menschen wahrgenommen werden. Beim Einsatz von UV-A Licht können die Tiere ihre Umwelt besser wahrnehmen, sind aktiver, fressen besser und verpaaren sich unter umständen auch lieber.

 

UV-Flächenstrahler sind ideal, um die Tiere regelmäßig extern, oder bei entsprechend großen Becken auch im Terrarium zu Bestrahlen und sie so mit den nötigen UV-Strahlen zu versorgen. Diese Lampen verfügen über ein integriertes Vorschaltgerät und können in jede handelsübliche E27 Porzellanfassung geschraubt werden. Die 300 Watt Flächenstrahler dürfen nicht dauerhaft in Betrieb sein, da dies Schäden an Haut und Augen der Tiere verursachen kann. Für Cordylus tropidosternum reicht der Einsatz eines Flächenstrahlers 2-3 x in der Woche für jeweils 30 Minuten. Diese Beleuchtungsdauer sollte nicht unterschritten werden, da die Lampe alleine 15 Minuten benötigt, um die maximale UVB-Abstrahlung zu erreichen. Der Abstand von der Lampe zum Tier sollte aufgrund der hohen Leistung 80 cm nicht unterschreiten. UV-Flächenstrahler sind daher nur in sehr hohen Terrarien für eine feste Installation geeignet. Bei einem offenen Terrarium kann die Lampe einfach darüber gehängt und mittels Zeitschaltuhr automatisch hinzugeschaltet werden. Da Glas UV-Licht filtert muss das Terrarium oben aber wirklich komplett offen oder mit einem UV-durchlässigen Gazetop versehen sein.

 

 

Strahlungswärme

Alleine durch HQI-Licht sind die benötigten hohen Tagestemperaturen nicht zu erreichen. Auch erzeugen diese Leuchtmittel ebenso wie Leuchtstoffröhren nur sehr geringe Strahlungswärme. Wie alle Reptilien sind jedoch auch Zwerggürtelschweife wechselwarme Lebewesen. Sie sind also nicht in der Lage, ihre Körpertemperatur durch Nahrungsverbrennung selbstständig aufrecht zu erhalten sondern regulieren diese stattdessen durch die Umgebungstemperatur. Neben der Grundbeleuchtung sollte das Terrarium daher außerdem mit Wärmespots ausgestattet sein, die lokale Temperaturen von bis zu 40°C erzeugen und welche die Tiere nach Bedarf aufsuchen oder meiden können. Mehreren Tieren auch immer mehrere Sonnenplätze anbieten! Außerhalb dieser Sonneninseln werden verschiedene Temperaturzonen von 25 – 30°C benötigt, Nachts können die Temperaturen je nach Jahreszeit auf 16 bis 20°C absacken.

 

 

Luftfeuchtigkeit

Cordylus tropidosternum wird häufig in Terrarien zu trocken gehalten. Er ist kein Wüstenbewohner und in seinem natürlichen Verbreitungsgebiet herrscht zumindest im Sommer eine hohe Luftfeuchtigkeit. Da Zwerggürtelschweife auch Wasser über die Haut aufnehmen, muss das Terrarium mehrmals in der Woche abends übersprüht werden. Die Tiere kommen dann häufig aus ihren Verstecken und laufen direkt in den Sprühnebel hinein. Im Winter (Juni bis August) beginnt im natürlichen Verbreitungsgebiet die Trockenzeit, die ebenfalls (in Form einer Winterruhe) simuliert werden sollte.

 

 

Winterruhe

Durch eine Ruhephase von Juni bis August erhöht sich das Wohlbefinden und die Paarungsbereitschaft von Cordylus tropidosternum. In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet beginnt dann die Trockenzeit mit niedrigeren Temperaturen – vor allem Nachts. Um eine solche Winterruhe zu simulieren, reduziert man schrittweise die Tageslichtlänge auf 8 Stunden und schaltet die Wärmequellen aus. Für einen Zeitraum von 8 Wochen ist dann nur noch die Grundbeleuchtung in Betrieb, so dass Temperaturen von tagsüber 16 bis 18°C und nachts 12 bis 15°C herrschen. Zu Beginn dieser leichten Winterruhe sollten die Tiere aber sehr gut genährt sein, da sie bei niedrigen Temperaturen nur noch geringe Mengen Futter zu sich nehmen.

 

Ernährung


Einer der wichtigsten Aspekte in der Terraristik ist die richtige Ernährung. Die natürliche Vielfalt potentieller Beutetiere kann im Terrarium natürlich nicht erreicht werden. Man sollte aber immer versuchen, die Ernährung seiner Tiere so abwechslungsreich und nahrhaft wie möglich zu gestalten. Einseitiges Futter und fehlende Vitaminversorgung führen früher oder später zu Mangelerscheinungen und/oder lustlosem, trägem Verhalten der Tiere. Die Futtertiere daher immer erst anfüttern und zusätzlich regelmäßig mit Vitamin- und Mineralstoffpräparaten anreichern. Zum Anfüttern und somit Aufwerten der Futterinsekten kann man z. B. frisches Obst, Gemüse oder auch Fischfutter verwenden.

 

Cordylus tropidosternum sind Ansitzjäger. Sie verharren bewegungslos auf Ihrem Aussichtpunkt und lauern auf potentielle Beute, der sie dann in irrem Tempo hinterher jagen. Zwerggürtelschweifen kann man im Terrarium z. B. Heimchen, Grillen, Mehlwürmer, Mehlkäfer, Zophobas, Wachsmottenlarven, Regenwürmern, Fliegen, Falter, Kellerasseln oder Schaben anbieten. Heuschrecken wurden von unseren Tieren komplett ignoriert.

 

Auf unbelasteten Wiesen (ohne Dünger, Pestizide, Autos, Industrie…) oder im eigenen Garten kann man seinem Tier in den Sommermonaten ein sehr nährstoffreiches Futter selber fangen. Unsere heimischen Insekten werden auch als Wiesenplankton bezeichnet. Sie sind reich an Nährstoffen und durch die große Artenvielfalt ein sehr abwechslungsreiches Futter. Aber egal ob in der freien Natur oder im heimischen Garten – auch bei Insekten muss auf den Artenschutz geachtet werden. So ist z. B. das bekannte grüne Heupferd nach der Bundesartenschutzverordnung streng geschützt.

 

Die Fütterung sollte zu Beginn der Aktivitätszeit – also am Vormittag stattfinden. Während Jungtieren von Cordylus tropidosternum noch täglich Insekten angeboten werden sollten, reicht bei ausgewachsenen Tieren eine Fütterung an 2 bis 3 Tagen in der Woche. Eine übermäßige Fütterung kann zu Verfettungen und der damit verbundenen geringeren Lebenserwartung der Tiere führen. Den Flüssigkeitsbedarf decken Zwerggürtelschweife sowohl durch das Auflecken der Sprühwassertropfen von Steinen oder Blättern als auch durch das Trinken aus der Wasserschale. Zusätzlich nehmen sie auch Feuchtigkeit über die Haut auf.

 

Zusammenfassung


Schutzstatus:

Washingtoner Artenschutzabkommen, Anhang II

 

EU-Verordnung 338/97, Anhang B

 

 

Verbreitungsgebiet:

Ostafrika, von Kenia südwärts bis Südostsimbabwe

 

 

Temperatur:

Tagsüber: 25 - 30°C , Nachts: 16 - 20°C, Lokal: bis 40°C

Beleuchtung:

12 Stunden täglich, HQI oder T5 Leuchtstoffröhre, Wärmespots

Luftfeuchtigkeit:

50 - 80%, das Terrarium sollte mehrmals wöchentlich abends besprüht werden

 

 

Terrariumempfehlung:

für adulte Gruppe mindestens 100 x 50 x 80 cm

Maximale Größe:

GL bis 20 cm

Aktivität:

Tagaktive Tiere

 

 

Futter:

Heimchen, Grillen, Mehlwürmer, Mehlkäfer, Zophobas, Wachsmottenlarven, Regenwürmern, Fliegen, Falter, Kellerasseln, Schaben


            

 

 

Quellen und weiterführende Literatur



 

Es hat Dich gepackt und Du hast ernsthaftes Interesse an der Haltung dieser faszinierenden Art? Für eine erfolgreiche Pflege ist weiterführende Literatur ein absolutes Muss!

 

An dieser Stelle gibts daher ein paar Empfehlungen, wobei die Reihenfolge der einzelnen Publikationen rein zufällig ist...

 

 

Berichte in Zeitschriften

 

Switak, K.H. (1995): Die Gürtelschweife der Gattung Cordylus (2) - TI-Magazin, Nr. 122: S. 39-42

 

Klerks, M., Struijk, R. Loehr, V. J. T. (2002): Die Haltung des Zwerggürtelschweifs Cordylus tropidosternum tropidosternum. Elaphe Jg. 10, Heft 2/2002, S. 31 - 43

 

Struijk, R. (2002): Life History Notes - Cordylus tropidosternum tropidosternum COPE, 1869 –

African Herp News, 34: S. 25 – 27

 

Schwier, H. (2005): Gürtelschweife - die Gattung Cordylus

Reptilia 65: S. 16-23

 

Ziegler, T. (2005): Nachzuchterfolge 2002 im Aquarium des Kölner Zoos

Herpetofauna 142: S. 22-24

 

Fritz, P. (2007): Zwerggürtelschweife: Haltung und Vermehrung von Cordylus tropidosternum

Reptilia 12 (3) 2007, S. 24 - 31

 

 

                                      

 

 

Weitere Literaturempfehlungen (z. B. allgemeine Echsenbücher, Literatur für Anfänger, Bücher zum Terrrarienbau, der Einrichtung und Bepflanzung von Terrarien, Reptilienkrankheiten oder der Nachzucht einzelner Arten) findest Du in unserem Literaturverzeichnis

 

 

 

(c) 2008, www.reptilienland.com


 

 

 



Karteikarte




Jungtier





Adulter Zwerggürtelschweif





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